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Die Idee, Aufnähermotive
für PERRY RHODAN zu entwickeln, ging zeitlich schon zurück
bis zum Sommer 2000, als die Vorbereitungen für den PERRY
RHODAN PR-Weltcon in Mainz im Gange waren. Damals fragte mich
Klaus B., ob ich mir nicht eine nette Beigabe für die Besucher
des Cons einfallen lassen könnte. Da brauchte ich nicht
lange zu überlegen.
"Wie wäre es mit einem Missions-Aufnäher STARDUST 1
im Stil der NASA/APOLLO-Motive?"
Klaus war begeistert ... aber
leider wurde dann wegen der üblichen "Budget-Begrenzungen"
doch nichts daraus.
Die Idee löste
jedoch eine ziemlich heftige "Kreativ-Phase" in mir aus, die zur
Folge hatte, dass ich ihm regelmässig Vorschläge für
den PR-Weltcon zuschickte, die den armen Klaus bis zum Rande der
Verzweiflung brachten. Na ja, er hatte mich ja selbst nach "kreativen
Input" gefragt! Aber das ist eine andere Geschichte, die ich aber
bei passender Gelegenheit gerne an die interessierte Öffentlichkeit
tragen werde.
Die Aufnäher waren also
zunächst vom Tisch, aber ich hatte Sie keinesfalls vergessen.
Ich liess die Idee noch etwas reifen und brachte sie im Sommer
2002 erneut auf.
Alles
begann mit einem Anruf bei Klaus B. und dem einen Satz: "Ich habe
da eine Idee!" In der Regel war das der Zeitpunkt, an dem sich
Klaus N. verleugnenen liess und bei Klaus B. die Panzerschotts vor dem
Büro herunter und die 150fach gestaffelten Paratronschirme
(oder was gerade an Schutzschirmen so aktuell ist) hochgingen.
Es sprach für ihn, dass er sich noch an meine Idee erinnern
konnte und mir das OK für ein Kick-Off Meeting mit dem zuständigen
Experten und die Entwicklung einer Projektstudie gab (im Klartext
- er sagte: "Mach' mal und schliesse Dich mit Rainer Castor kurz,
dann schaue mer mal...").
Das Schöne an der PERRY RHODAN-Redaktion ist,
dass man mit den Leuten VERNÜNFTIG reden kann.
Meine Erfahrungen mit PARAMOUNT/STAR TREK oder LUCASFILM/STAR
WARS sehen da ganz anders aus, aber das ist ebenfalls eine andere
Geschichte ... Ein paar Tage später war ich zu Rainer Castor
unterwegs. Da er nur etwa 1,5 Autostunden von mir entfernt wohnt,
war es relativ leicht, einen Zeitpunkt festzulegen. Meine ursprüngliche
Überlegung bestand darin, Rainer mit meinen Idee nicht unnötig
lange zu nerven, denn für ein PERRY RHODAN-Autor ist Zeit
eine kostbare Sache. Der andere Autor, den ich über mein
Vorhaben informiert hatte, war mein langjähriger Spezi Uwe Anton,
der mich schon schonend darauf vorbereit hatte, was bei einem Treffen
mit Rainer passieren könnte.
"Pass auf Robert, wenn Du Rainer nach einer noch
so unwichtig erscheinenden Information aus dem Perry-versum fragst
und eigentlich nur einen Satz als Antwort benötigst, schreibt
er Dir einen halben Roman. Und frage ihn um Gottes Willen AUF GAR KEINEN
FALL nach etwas zum Thema Arkoniden. Also ich kann Dir da Sachen
erzählen ..." und auch das ist eine andere Geschichte.
In Rainers berühmtem Keller sah es ähnlich aus wie
bei mir zu Hause, und deshalb fühlte ich mich gleich sehr
wohl dort. Rainer und ich kannten uns schon ein paar Jahre, aber
dies war die erste Gelegenheit, mit ihm direkt zusammenzuarbeiten.
Ich sehe mich als eine Person, die viele Ideen hat, aber einen Partner
benötigt, diese grafisch umzusetzen. Da war ich bei Rainer
an der richtigen Adresse. Ich beschrieb ihm meine Grundidee,
und darauf machte er sich daran, am Computer einfache grafische
Symbole über den Monitor zu schieben, bis wir eine ungefähre
Vorstellung davon hatten, wie die einzelnen Elemente des Motivs
angeordnet sein sollten.
Wir begannen
mit der STARDUST 1, denn hier konnte man sich sehr an die bekannten
NASA-Logos anlehnen.
Bei der MARCO POLO
sollte der historische Bezug des Schiffsnamens durch die chinesische
Mauer im Weltraum verdeutlicht werden. Die durch die Richtungspfeile
als Zielpunkt bestimmte Galaxis ist natürlich nicht als Gruelfin
zu erkennen (denn es war technisch nicht möglich, ein Astro-Foto
der Galaxis auf ein Aufnäher-Element zu übertragen),
aber jeder Fan erkennt ohnehin, was damit gemeint ist.
Das Schiff ist nur
durch die Silhouette angedeutet, denn weitere Details hätten
den Aufnäher auch nicht optisch aufgewertet.
Die Schlichtheit des SOL-Aufnähers war Rainers
Idee, die ich sehr begrüsste. Beim vierten Motiv, den ANGRY
MOSQUITOS hatte ich eine ganz präzise Idee, auf die Rainer
sofort ansprang. Der Aufnäher sollte aus einer Zeit stammen, als
Männer noch richtige Helden, Frauen noch richtige Frauen …
und kleine grüne Pelzwesen von Alpha 6 noch richtige kleine
grüne Pelzwesen von Alpha 6 waren!
Die ANGRY MOSQUITOS
war ein legendäres Raumjäger-Geschwader, dass zwischen
2404-2406 während der "heissen Phase" im Kampf gegen die MEISTER
DER INSEL in Andromeda etliche waghalsige Einsätze flog
und sich unzählige Male auszeichnete. Gegenwärtig entwickle
ich den genauen Hintergrund, vielleicht gibt das Mal Stoff für
ein Taschenbuch.
Da mir nicht bekannt war, welche grafischen Symbole für die PR-Serie
in den letzten Jahren entwickelt worden waren, fragte ich Rainer
auch nach ev. Bildern für ausserirdische Völker. Die
Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: "Da haben wir leider
so gut wie gar nichts, aber ich habe da mal ein paar Sachen für
die Arkoniden entwickelt."
ARKONIDEN. Da war es gefallen, das VERBOTENE WORT!
Mir entging nicht, dass sich beim Aussprechen dieses Wortes ein verdächtiges
Glitzern in Rainers Augen gebildet hatte. Am liebsten hätte
ich mir selbst in den Allerwertesten für diese Frage getreten,
denn ich hätte mir wirklich ausrechnen können, dass
Rainer nur auf eine solche Gelegenheit gewartet hatte, sein Lieblingsthema
zur Sprache zu bringen. Jetzt galt es, sofort "Schadensbegrenzung"
vorzunehmen, denn ich hatte die Warnung von Uwe Anton noch sehr
gut in Erinnerung.
"Also für die Rangordnung in der arkonidischen Flotte ..."
"Rainer, das ist ja sehr interessant, aber meinst Du wirklich,
dass sich so viele Fans dafür interessieren, dass sie sich
Aufnäher von diesen Motiven kaufen werden?"
"Und dann hätte ich noch ..."
"RAINER ! Die Grundauflage beträgt 500 Stück. Hast
Du so viele Arkoniden im Schrank, die sich das zulegen werden?"
"Hmm, äh also grummel grummel na ja ..."
Puuh! Da konnte ich ja wirklich von Glück sprechen, dass
Uwe Anton nicht auf die Idee gekommen war, mir Symbole für terranische
Fussballmannschaften im Jahr XYZ NGZ vorzuschlagen!
Damit
hatten wir die Grundentwürfe für die ersten vier Aufnäher
festgelegt. Weitere Ideen hatten wir noch mehr als genug. Mittlerweile
war es schon weit nach Mitternacht geworden, und es wurde langsam
Zeit , mich auf den Rückweg zu machen. Wenn es nach Rainer
gegangen wäre, hätten wir glatt durchgemacht, weil wir
uns in die Materie gut hineingesteigert hatten.
Damit war die Arbeit jedoch noch längst nicht
getan.
Für die Detailarbeit engagierte ich Oliver Brehm,
der sich in der Szene einen Namen als Nachbauer von Film-Props
und Illustrator gemacht hatte. An mehreren Abenden entstand so
der endgültige "Look" der Aufnäher, der danach von Rainer
und Bolli abgesegnet wurde. Uwe Anton hatte sich bei meinen Bitten
um Kommentare/Verbesserungsvorschläge sehr schnell geoutet,
als er beim Anblick der STARDUST 1 der Ansicht war, es würde
nicht stimmen. Er hatte eine Form ähnlich wie die SATURN 5-Rakete
in Erinnerung! Das war mal wieder typisch für einen der "Jungen
Wilden": von den "PR-Basics" keine Ahnung!
Nach
diesem peinlichen Kommentar schickte ich eine vertrauliche Mail
an Bolli mit der Anregung, es wäre wohl angebracht, für manche
Autoren "Auffrischungskurse" in Sachen PR-Geschichte zu halten.
Was sollen denn Legionen von Fans von ihren Idolen halten, wenn
diese selbst wissen, wie die STARDUST 1 aussieht!
Der danach
notwendige Bürokratismus (sprich: Ausarbeitung des Lizenzvertrags)
nahm gottlob nur wenig Zeit in Anspruch (da zahlt es sich aus, dass
man die Leute schon einige Jahre kennt).
Mir persönlich hat das Projekt PERRY RHODAN-Aufnäher
sehr viel Spass gemacht, weil ich die Gelegenheit hatte, nicht
nur "irgendeinen" lizenzierten PR-Fanartikel zu schaffen, sondern
einen (wenn auch winzig kleinen) Beitrag zum offiziellen PERRY-versum
zu leisten. Sollte das Interesse bei den Fans gross genug sein,
werden den ersten vier Motiven weitere folgen.
Für die gute Zusammenarbeit bei diesem Projekt danke ich
gamz besonders Rainer Castor und Oliver Brehm sowie Klaus Bollhöfener
und Uwe Anton.
Zu den
Aufnähern selbst ist zu sagen, dass sie einen Durchmesser
von ca. 3,5 Inch haben, also sehr schön auf Ärmel von Jeansjacken
etc. passen. Auf der Rückseite jedes Aufnähers befindet
sich Bügel-Klebefolie, die die Stabilität nach dem Aufnähen
noch unterstützt. Bei der Auswahl der Materialien habe ich
grossen Wert auf Detailgetreue und hochwertige Qualität gelegt,
damit man lange Zeit Freude an den Aufnähern hat. Sie eignen
sich übrigens auch sehr gut als "Erkennnungszeichen" von PR-Fans
untereinander.
Von jedem Aufnäher wird es eine
auf 500 Exemplaren limitierte Erstauflage geben, die sich von eventuellen
späteren Auflagen farblich unterscheiden wird. Damit wird ein hoher
Sammlerwert gewährleistet. Die Aufnäher sind nicht über die
üblichen PERRY RHODAN-Händler erhältlich, sondern lediglich
beim Hersteller. Der Preis beträgt pro Aufnäher EUR 9,80 sowie
alle 4 im Set EUR 35,00. Hinzu kommt noch eine Versandpauschale von EUR 2,00.
Die Auslieferung erfolgt ausschließlich per Vorkasse oder Nachnahme.
Pro Besteller werden nicht mehr als fünf komplette Sets abgegeben.
Bezugsadresse/Anfrage:
Robert Vogel, Postfach 1401, 64569 Nauheim, E-Mail:
robert@robertvogel.net
Homepage Robert Vogel
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